VEGETARISCHE INITIATIVE e.V.         VEGETARISCHE INITIATIVE e.V.
     Klima & Tiere retten - vegetarisch essen!

STARTSEITE

AKTIVITÄTEN 

VEGI-INFOS        

BESTELLEN

VEGI-REZEPTE

BUCHTIPPS         

LINKS

ÜBER UNS

MITGLIED
WERDEN

SPENDEN


E-MAIL

KONTAKT

IMPRESSUM

 

 

 

12 Fragen und Antworten zum  Thema Fleisch

Inhalt des Faltblattes:     

  1. Ist Fleisch ein Stück Lebenskraft?  
  2. Führt eine vegetarische Ernährung zu Mangelerscheinungen?
  3. Warum gibt es Massentierhaltung?
  4. Warum werden durch den Fleischkonsum Lebensmittel verschwendet?
  5. Wie kommt die Chemie ins Fleisch?
  6. Was hat der Hunger in der sog. 3. Welt mit unserem Fleischkonsum zu tun?
  7. Fressen und gefressen werden. Ist das nicht ganz natürlich?
  8. Weshalb sind FleischesserInnen für das Waldsterben mitverantwortlich?
  9. Fördert Fleischkonsum die Zerstörung der Natur?
10. Was haben Steak und Kotelett mit dem Regenwald zutun?
11. Ist die vegetarische Ernährung die Ernährung der Zukunft?
12. Vegetarisch - wie geht denn das?

 
1. Fleisch ein Stück Lebenskraft?


Der Fleischkonsum ist neben anderen Faktoren eine der Hauptursachen vieler Zivilisationskrankheiten wie z.B. Diabetes, Gicht, Fettleber, Wasserablagerungen, Rheuma, Allergien, Stoffwechselstörungen und von Herz-, Kreislauf-, Nieren-, und Krebserkrankungen. Diese Erkrankungen sind die Folge von Über- und Fehlernährung. Die Ursache vieler Krankheiten und vieler Allergien findet sich häufig im tierischen Eiweiß. Zahlreiche Studien haben diese Zusammenhänge nachgewiesen. Viele Hautkrankheiten, die ansonsten als unheilbar gelten, sind durch eine 
vegetarische oder vegane (rein pflanzliche) Ernährung zu heilen. 

nach oben

2. Führt eine vegetarische Ernährung zu Mangelerscheinungen? 

Eine ausgewogene und vollwertige vegetarische Ernährung enthält alle notwendigen Nährstoffe (Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate) und Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und Faserstoffe) in ausreichender Menge. Dies gilt insbesondere für alle Aminosäuren, Vitamin B12, Eisen und Kalzium.

Die bisher weltweit umfangreichste Vegetarier-Studie mit über 11.000 Personen, die von der London School of Hygiene and Tropical Medicine durchgeführt wurde, bescheinigt den Vegetarierlnnen deutlich niedrigere Blutduck-, Harnsäure- und Blutfettwerte, ein häufigeres Idealgewicht und eine bessere Nierenfunktion. Die Sterberate der Vegetarierlnnen war um 20% und die Krebstodesrate sogar um 40% niedriger als bei der fleischessenden Kontrollgruppe.  

"Ich glaube an den friedlichen Protest, und keine Tiere zu essen ist ein gewaltfreier Protest."
Paul McCartney, Musiker

nach oben

3. Warum gibt es Massentierhaltung? 

Der im vergangenen Jahrhundert enorm angestiegene Fleischverbrauch hat die Massentierhaltung zu einem großen Geschäft gemacht. Das hat die Situation der Tiere dramatisch verschlechtert. Die Massentierhaltung ist eine ununterbrochene Qual durch unerfüllte Bedürfnisse und unentrinnbare Zwänge (extrem enges Eingesperrtsein, Fehlen von Ruheplätzen, Verkümmerung von Körperteilen, nicht artgemäße Nahrung, keine sozialen Kontakte etc.). Sie ist die direkte Folge der ständigen Nachfrage nach 

nach oben

4. Warum werden durch den Fleischkonsum Lebensmittel verschwendet?             

Aus 10 kg Getreide kann nur 1 kg Rindfleisch hergestellt werden. Der Rest wird für die Lebenserhaltung des Tieres verbraucht. Direkt verwendet bieten Getreide und andere Feld- und Waldfrüchte also die 10fache Menge an Lebensmitteln (siehe Grafik). Wer sich von Fleisch ernährt, verbraucht also viel mehr Pflanzen als VegetarierInnen.

"Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam!" 
Volker Elis Pilgrim, Schriftsteller  

 

Lebensmittelverschwendung durch Fleischproduktion

R. H. Strahm, Überentwicklung - Unterentwicklung, nach FAO/Heierli, © Laetare-Verlag, Stein/Mfr., 3. Auflage                                                     

nach oben

5. Wie kommt die Chemie ins Fleisch?  

Die Lebensbedingungen in der Massentierhaltung erfordern einen hohen Einsatz von Arzneimitteln, die wir über den Fleischverzehr aufnehmen (z.B. Antibiotika, Hormone, Psychopharmaka, Tranquilizer). Gifte aus in Monokultur erzeugten Futtermitteln reichern sich ebenfalls im Fleisch an.

Auch der sog. Rinderwahnsinn (BSE) ist eine direkte Folge der Massentierhaltung: Pflanzenfressende Rinder wurden seit Beginn der 80er Jahre von der Agrarindustrie gezwungen, zu ,,Kraftfutter“ verarbeitete Schafs-Kadaver zu fressen, um noch mehr Fleisch bzw. Milch zu produzieren. Diese Schafe waren teilweise an der Seuche ,,Scrapie“ verendet.

"Als wir eines Tages über Freiheit und Gerechtigkeit sprachen, saßen wir gerade bei Steaks. Ich esse Elend, dachte ich, als ich den ersten Bissen zu mir nahm. Und spuckte ihn aus." 
Alice Walker, Schriftstellerin

nach oben

6. Was hat der Hunger in der sog. 3. Welt mit unserem Fleischgenuss zu tun?  

Ohne die massiven Futtermittelimporte aus der sog. 3. Welt könnten die immensen Fleischberge bei uns überhaupt nicht produziert werden. Gleichzeitig hungern die Menschen in den ärmeren Regionen der Welt.

Tausende von Menschen sterben täglich, weil ihnen diese Pflanzennahrung fehlt, denn auf den landwirtschaftlichen Flächen dieser Regionen wird Getreide, Soja, Maniok, u.a. angebaut, als Futtermittel in die Industrieländer gebracht und zur „Veredelung” als Mastfutter verwendet:

Verelendung durch „Veredelung”.

  nach oben  

7. Fressen und gefressen werden. Ist das nicht ganz natürlich?  

Viele Menschen würden sich vegetarisch ernähren, wenn sie die Tiere, die sie essen möchten, selbst töten müssten. Davor, dass andere das für sie erledigen, verschließen sie gern die Augen. Der Mensch ist in der Lage, seine Entscheidungen bewusst und verantwortungsvoll zu treffen und auch über die Folgen seiner Handlungen zu reflektieren. Deshalb machen wir es uns zu einfach, wenn wir Lebensbedingungen aus dem Tierreich auf das menschliche Leben übertragen. Da wir gut leben können ohne Tiere zu töten, ist es sinnlose Grausamkeit, wenn wir sie  dennoch töten lassen.

nach oben

8. Weshalb sind FleischesserInnen für das Waldsterben mitverantwortlich?   

Ursachen für den „Sauren Regen” sind Schwefeldioxid (Kraftwerke, Industrie, Hausbrand) und Stickoxide (Autos), die nach einer Umwandlung in der Atmosphäre als Schwefel bzw. Salpetersäure herab regnen. Aber auch die Verdunstung von Ammoniak aus den großen Mengen von Gülle aus der Massentierhaltung führt zur Bildung von Salpetersäure. Beide Säuren führen in hoher Konzentration (bei trockenem Wetter) zur Zerstörung der Blattepidermis und zur Austrocknung der Blätter. Langfristig bewirkt „Saurer Regen” die Auswaschung notwendiger Nährmetalle aus dem Wurzelbereich der Bäume sowie die Freisetzung leicht giftigen Aluminiums.

In den Niederlanden gehen 30% des Waldsterbens auf die Massentierhaltung zurück. Ammoniakwolken aus dieser Gülle sind noch in Lappland nachweisbar. Die Waldsterberate erweist sich in Gebieten starker Massentierhaltung als sehr hoch.  

nach oben

9. Fördert Fleischkonsum die Zerstörung der Natur?

Um auf wenig Fläche viel Futtermittel anzubauen und um die anfallenden Güllemassen auf gülleschluckenden Feldern unterzubringen, werden riesige Felder mit Monokulturen bepflanzt; besonders mit Mais, da dieser eine der wenigen Nutzpflanzen ist, die große Güllemassen verkraftet: Herbizide, Insektizide und Fungizide werden gespritzt, verändern die Bodenökologie, können ins Grundwasser vordringen und als Rückstände in Lebensmitteln erscheinen. Ohne unseren Fleischkonsum wäre eine weniger intensive und eine schonendere Landwirtschaft möglich.

"Es geht nicht darum, ob sie denken können! Oder ob sie sprechen können!
 Es geht einzig und allein darum, ob sie leiden können!"
Jeremy Bentham, Philosoph,  1748- 1832  

nach oben

10. Was haben Steak und Kotelett mit dem Regenwald zu tun?

Der südamerikanische Regenwald (auch „Lunge der Welt” genannt) wird u.a. gerodet, um Monokulturen für Futtermittel und anschließend Weideflächen zu schaffen. Die Zerstörung von Gebieten, die um ein Vielfaches größer sind als die BRD, ist die Folge. Der Wasserhaushalt, das Klima und der Kohlendioxidgehalt der Luft werden nachhaltig verändert. Pflanzen- und Tierarten werden ausgelöscht.

nach oben 

11. Ist die vegetarische Ernährung die Ernährung der Zukunft? 

Die Zahl der Erdbevölkerung steigt weiter. Die landwirtschaftlichen Flächen lassen sich ohne immense ökologische Schäden nicht vergrößern. Sie werden vielmehr durch ständige Überbeanspruchung und einseitige Ausbeutung verringert. Bei einer vegetarischen Ernährung und gerechter Lebensmittelverteilung brauchte heute und in Zukunft niemand zu hungern. Diese Chance verbauen wir, wenn wir unseren Fleischkonsum beibehalten und durch den Export von Fleischüberschüssen aus der  EU in die sog. 3.Welt-Länder den Fleischkonsum noch fördern: Hunger wird gemacht.                                            

nach oben

12. Vegetarisch - wie geht denn das? 

Schrittweise oder an einem Tag - für den Einstieg in die vegetarische Ernährung gibt es viele individuelle Wege. Als Einstieg empfehlen wir Ihnen z.B. den Besuch eines vegetarischen Restaurants, um die neue Vielfalt kennen zu lernen. Auf jeden Fall können vegetarische Gerichte nach einer kurzen Umstellungszeit sehr einfach vollwertig und lecker zubereitet werden. Kochkurse und Einstiegshilfen bieten z.T. Volkshochschulen und Krankenkassen an.

 nach oben

Herausgeberin:

Hier geht`s zur Startseite!  

VEGETARISCHE INITIATIVE e.V.
 
Postfach 1341
23723 Neustadt in Holstein
Fax: 040 57148455

info(at)vegetarische-initiative.de

 www.vegetarische-initiative.de    |
www.facebook.com/VegetarischeInitiative      

 

Faltblätter und unser sonstiges Material (Broschüren, Postkarten, Poster, Becher etc.) können Sie mit unserem Bestellschein anfordern.



Startseitezurück | nach oben | E-Mail

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an unsere Webdesignerin. © Copyright 2005-2012 VEGETARISCHE INITIATIVE e.V. Alle Rechte vorbehalten.