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Fragen und Antworten zum Thema

Fisch und andere Wassertiere 
                                                                                          

 Inhalt des Faltblattes:                

 

Fisch statt Fleisch?

Viele Menschen, die kein Fleisch mehr essen wol-len, sehen in dem Konsum von Fisch häufig eine gute Alternative. Stichworte wie Beifang, Treib- und Schleppnetz-Fischerei, Müllverklappung, bedrohte Fischbestände, Fischfarmen, Schwermetalle, Mikroplastik und Maden in Fischen lassen Zweifel an dieser Wahl aufkommen. Mit diesem Faltblatt wollen wir Sie über die Folgen des Verzehrs von Fischen und anderen Wassertieren wie Muscheln, Krebsen, Schalentieren und Meeressäugern informieren und Alternativen aufzeigen.

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Wassertierfang -
wie sieht er aus im 21. Jahrhundert?

Wassertiere werden ins flache Wasser getrieben, in Käschern gefangen oder mit Speeren aufgespießt. Sie werden mit Ködern gelockt, unter denen sich Haken befinden, die sich in ihre Mundhöhle eingraben. Sie werden in Reusen und vielfältigsten Formen von Netzen gefangen, die ihre Kiemen und Haut blutig reißen. Aus großer Tiefe hochgezogen werden ihnen durch fremde Druckverhältnisse die Schwimmblasen zerrissen, die Augen quellen aus den Höhlen, Magen und Speiseröhre treten aus dem Maul. Krustentieren werden die Scheren verbunden. Sie müssen oft wochenlang ohne Nahrung ausharren, bis sie schließlich lebendig in kochendes Wasser geworfen werden.

Zum Einsatz kommen im Meer Hilfsmittel wie Satelliten, Flugzeuge, Echolote, 3-D Sonargeräte, Radar, Fernsehkameras, Computer... Damit aufgespürt, gibt es für die Tiere keine Chance zu entrinnen. Neben kommerziell verwertbaren Fischen gehen Seevögel, Schildkröten, Jungfische, Delfine, Wale, Haie und andere Meerestiere in die Netze und verenden qualvoll als „nutzlosen“ Beifang. Riesige kilometerlange Netze, bereits 1992 von der UN verboten, spannen sich bis heute durch die Meere... Automatisierte Fangschiffe, die so groß wie Fußballfelder sind, verarbeiten den Fang gleich auf See. Viele Fischarten wie etwa der rote Thunfisch, sind durch die globale Überfischung vom Aussterben bedroht. Zerstörerische Fischereimethoden, die illegale Piratenfischerei und der „Hunger“ auf Wassertiere und andere Tierprodukte – besonders in den Industriestaaten – sorgen für den Ausverkauf der Meere. 

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Wassertiere als Mastfutter?

Die Fänge der so genannten Gammelfischerei werden zu Fischmehl und Fischöl verarbeitet. Gammelfischer sieben mit engmaschigen Netzen auch kleinste Fische (Sandaale, Stintdorsche, Sprotten und Jungfische) aus dem Meer. Damit bedroht die Gammelfischerei das Nachwachsen aller Fischbestände. Fischmehl und –öl wird als billiges Mastfutter an Hühner und Schweine sowie an Zuchtfische verfüttert. (Fischöl findet außerdem Verwendung in der Margarineindustrie. Es ist auch häufig in Fertigbackwaren zu finden, Deklaration: tierisches Fett.)

Rund ein Viertel der weltweiten Fangmenge von Fischen und Meerestieren wird zu Fischmehl verarbeitet. Um ein Kilo Zuchtfisch zu produzieren, werden gut 5 Kilo Fischmehl benötigt.

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Aquafarmen - eine Alternative?

Viele Käufer sind der Meinung, dass ihr Fisch aus der Wildnis stamme. Dabei wird weltweit jeder zweite Fisch, der gegessen wird, in küstennahen Käfigen der Aquakultur (Massentierhaltungen im Meer) gezüchtet, Tendenz steigend. Meist wird nur eine einzige Art in Monokultur (z. B. Lachs) mit umfangreicher Technik und Chemikalien auf engstem Raum herangezogen. Brutbetriebe befruchten den Laich in Reagenzgläsern. Die Eier werden künstlich ausgebrütet. Fische dümpeln dicht aneinander gedrängt in kleinen Becken. Kraftfuttercocktails sollen sie schnellstmöglich verkaufsreif wachsen lassen. Durch die Massentierhaltung sind die Fische krankheitsanfälliger, so dass Erreger sich blitzschnell ausbreiten und einen gesamten Bestand vernichten können. Deshalb werden neben Wachstumshormonen, Mastbeschleunigern, synthetischen Vitaminen und Farbstoffen (besonders für Lachs) auch Antibiotika sowie Medikamente gegen Parasiten verabreicht. In den Aquafarmen wird ein großer Teil des Fischmehls verfüttert, aber auch Soja, Erbsen, Bohnen oder Mais werden inzwischen unters Fischfutter gemischt... Der Wasserdurchfluss wird aus Kostengründen meist so knapp gehalten, dass er gerade ausreicht, um die Atmung der Fische sicher zu stellen und Kot sowie Futterrückstände abfließen zu lassen. Daher sind die Abwässer hochgradig mit Ausscheidungen, Futter- und Arzneimittelresten belastet. Die Stoffwechselprodukte der Fische verursachen eine explosionsartige Ausbreitung der Algen und eine ökologische Zerstörung des Gewässers. Zuchtfische, die ausbrechen, gefährden durch Krankheiten und verändertes Erbgut den natürlichen Bestand.

Marine Aquakulturen sind in höchstem Maße umweltgefährdend und tierquälerisch, ebenso die rasant wachsende so genannte „landgestützte“ Fischerzeugung, eine Intensivhaltung in Becken und Tanks – fernab der Meere. Die nachhaltigste Form der Aquakultur, die traditionelle Teichwirtschaft, hat dagegen fast ausgedient.

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Wassertierfang - ökologisch und sozial vertretbar?

Viele Gewässer, insbesondere die Meere, sind stark überfischt. Viele Arten sind wegen zu hoher Fangquoten und umweltzerstörender Fangtechniken nahezu ausgerottet. Infolge des Fischmangels verhungern Vögel.

Hunderttausende von Arbeitsplätzen wurden weltweit bereits durch den Fischmangel vernichtet. Internationale Organisationen vergeben Fangquoten, die jedoch weit hinter den Forderungen der Umweltschützer liegen. Selbst daran halten sich die Fischer nicht. Die weltweite Konkurrenz um Fanggründe führt häufig zu kriegsähnlichen Auseinandersetzungen, Mega-Trawler gefährden die Existenz von Kleinfischern...

Fangschiffe hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Grundschleppnetze z. B. durchpflügen mehrmals jährlich  den Meeresboden und zerstören das empfindliche Bodenleben (Muscheln, Seeigel und Seesterne).

Unsere Ozeane sind zu Müllhalden geworden. Wachsende Müllmengen, vor allem Plastikmüll, zerstören das Ökosystem. Pro km² findet man durchschnittlich 18.000 Plastikteile. Diese verrotten nur schwer und werden zu Todesfallen für Meerestiere und Vögel. Die Plastikteile verstopfen die Mägen der Tiere und verhindern eine ausreichende Nahrungsaufnahme. Jährlich sterben 1 Mio. Seevögel, 100.000 Meeressäuger und unzählige Fische an Plastikmüll – zusätzlich zum ungewollten Beifang.

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Können Wassertiere leiden?

Oft wird angenommen, Wassertiere könnten nicht leiden. Denn diese Tiere sind uns – bedingt durch ihr Aussehen und  ihren wässrigen  Lebensraum, der unseren Sinnen nur beschränkt zugänglich ist – fremder als Kühe und Schweine. Aber nur, weil wir nicht in der Lage sind, die Schmerzensäußerungen der Wassertiere wahrzunehmen, bedeutet dies nicht, dass diese Tiere nicht leiden können. Die allermeisten Wassertiere sterben einen langsamen Tod durch Ersticken an der Luft. Sie werden plötzlich aus ihrem ureigensten Lebensraum gerissen, sei es durch ein riesiges Treibnetz oder durch einen Angelhaken. Von vorheriger Betäubung, wie es bei den so genannten Schlachttieren zumindest in der Regel der Fall ist, kann keine Rede sein.

Sollten wir kein Mitgefühl für Fische empfinden, bloß weil sie in einer anderen Sinneswelt leben und wir Menschen unfähig sind ihre Schreie zu hören? Auch Wassertiere haben, wie jedes andere Lebewesen, ein Recht auf Leben.

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Angeln - ein harmloses "Hobby"?

Was ist das für ein „Freizeitvergnügen“, bei dem Menschen geduldig darauf warten, dass ein Fisch den Köder anbeißt und sein langsamer grausamer Tod beginnt? Wie können Menschen sich darüber freuen, wenn sie einen Fisch in die Todesfalle treiben, sich der Angelhaken in dessen Mundhöhle bohrt und dieses Tier qualvoll stirbt?

Auch wenn wir Menschen unfähig sind, die Leidensfähigkeit der Fische hörbar wahrzunehmen, so ist es dennoch eine Tatsache, dass Angler durch ihr grausames „Hobby“ den Tieren einen qualvollen Tod bereiten und wertvolles Leben vernichten.

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Fisch - eine gesunde Alternative?

In Anbetracht der zunehmenden Schadstoffbelastungen der Meere wird deutlich, dass „Fisch“ kein gesundes Nahrungsmittel sein kann. Die in den Wassertieren abgelagerten Schadstoffe wie Arsen, Blei, Cadmium, DDT, Dioxin, PCB, Pestizide und Quecksilber essen wir mit, ebenso wie die in den Aquafarmen den Tieren zugeführten Wachstumshormone und Antibiotika. Dennoch wird immer noch behauptet, dass der Mensch für eine gesunde Ernährung „Fisch“ benötige. Insbesondere wird hervorgehoben, dass in Fisch besonders viel Eiweiß vorhanden sei. Es ist richtig, dass Fisch einen hohen Anteil an Eiweiß aufweist. Es ist aber seit langem erwiesen, dass gerade der hohe tierische Eiweißverzehr eine Hauptursache für viele Zivilisationskrankheiten ist. Vegetarier nehmen zwar weniger Eiweiß zu sich als Nicht-Vegetarier, aber gerade dies ist ein Grund für ihre durchschnittlich bessere Gesundheit. VegetarierInnen erkranken seltener an Krebs, das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ist geringer und sie haben eine höhere Lebenserwartung. 

Tatsache ist, dass für eine gesunde Ernährung kein einziges Tier getötet werden muss. Wir alle haben die Möglichkeit, uns ohne Leichenteile lecker und abwechslungsreich und obendrein gesünder zu ernähren.


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