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Ein Kilo Fleisch
so klimaschädlich wie 250 Kilometer Autofahrt
London (APA/dpa) - Die Herstellung von
einem Kilogramm Rindfleisch ist so klimaschädlich wie eine
Autofahrt von 250 Kilometern. Das berichtet das britische Magazin
"New Scientist" mit Verweis auf japanische Forscher. Sie
berücksichtigten unter anderem die Futterproduktion und das
Methangas, das Rinder bei der Verdauung ausstoßen. Das Team um
Akifumi Ogino vom Nationalen Institut für Vieh- und Weideforschung
in Tsukuba hatte für die Studie Daten einer industriellen
japanischen Rinderfarm verwendet.
Die Produktion und der Transport des Futters machen demnach mehr als
zwei Drittel des Energieverbrauchs aus. Der Hauptanteil des
Treibhauseffekts der Fleischproduktion gehe jedoch auf Methan zurück,
das bei der Verdauung entsteht. Der gesamte Treibhauseffekt von
einem Kilogramm Fleisch entspreche dem von 36,4 Kilogramm
Kohlendioxid. Da die Forscher den Energieverbrauch einer Rinderfarm
und den Fleischtransport nicht berücksichtigt hätten, sei der
Klimaschaden von einem Kilogramm Fleisch noch höher als berechnet,
schreibt das Magazin.
Eine schwedische Studie hatte bereits herausgefunden, dass bei
Fleisch von Öko-Rindern, die auf der Weide stehen, um 40 Prozent
weniger Treibhausgase produziert werden als beim Füttern mit
Kraftfutter. Es gebe viele Versuche, den Treibhausgasstoß bei der
Fleischproduktion zu verringern, sagte Su Taylor von der
Gesellschaft der Vegetarier in Großbritannien. "Aber
eines der einfachsten Dinge, die man tun kann, ist es, kein Fleisch
mehr zu essen."
Der Originalartikel ist im "Animal Science Journal"
erschienen.
APA0368 2007-07-18
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