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"Bei
einer sachgerechten Auswahl und Zubereitung pflanzlicher Lebensmittel ist
es möglich, sich bedarfsgerecht zu ernähren. Die oft diskutierten und
bei falscher Praxis auch feststellbaren Mängel an Eisen, Vitamin B12,
Calcium und Protein treten relativ selten auf, da Veganer sehr ernährungsbewußt
sind und ein überdurchschnittlich gutes Ernährungswissen aufweisen. Da
Veganer auch andere Verhaltensweisen optimieren (wenig oder kein Nikotin,
Alkohol und andere Genußmittel sowie Drogen; ausreichend körperliche Betätigung),
verwirklichen sie ein von Experten empfohlenes Lebenstilkonzept. Studien
mit Veganern, die weltweit, aber auch von uns, durchgeführt wurden,
zeigen, daß Veganer im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die
allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und
Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen
häufiger im Normalbereich. Neben diesen positiven Aspekten bewirkt die
veganische Ernährungsweise gleichzeitig, daß die Umwelt
weniger zerstört
wird (Gülle und Methan durch Tierhaltung), daß die sog. Entwicklungsländer
eigenständiger werden (kein Import von Futtermitteln) und daß Tiere
artgerecht behandelt werden. Dadurch werden Tierzucht, Tierhaltung,
Tiertransporte und Tierversuche vermindert oder könnten teilweise ganz
entfallen. Wenn alle Menschen veganisch leben würden, sähe es besser um
die Gesundheit der Menschen, der Umwelt und der Gesellschaft aus. Es gilt,
dieses Potential zu nutzen." (aus: Vegane Ernährung, Faltbaltt der
Vegans International).
Professor
Dr. Claus Leitzmann, Ernährungswissenschaftler der
Justus-Liebig-Universität Gießen |