VEGETARISCHE INITIATIVE e.V.         VEGETARISCHE INITIATIVE e.V.
     Klima & Tiere retten - vegetarisch essen!

STARTSEITE

AKTIVITÄTEN 

VEGI-INFOS        

BESTELLEN

VEGI-REZEPTE

BUCHTIPPS         

LINKS

ÜBER UNS

MITGLIED
WERDEN

SPENDEN


E-MAIL

KONTAKT

IMPRESSUM


 

 

 

Fragen und Antworten zum Thema Milch

Inhalt des Faltblattes:                 


Wer braucht Milch? 

Kein Säugetier, welches sich von der eigenen Mutter entwöhnt hat, nimmt noch Milch zu sich. So sehr sie sich auch voneinander unterscheiden – klein wie eine Maus oder groß wie ein Wal, schnell wie ein Windhund oder geschickt wie ein Affe, gefährlich wie ein Tiger oder stark wie ein Elefant – kein Tier braucht mehr Milch, sobald es sich an feste Nahrung gewöhnt hat. In Freiheit lebende Jungtiere trinken nur die Milch ihrer eigenen Art. 

Muttermilch ist von der Natur vorgesehen als Ernährung für unsere Kleinsten, die Säuglinge. Gestillt an Mutters Brust sind sie bestmöglich versorgt. Das Stillen stärkt auch das Immunsystem der Kinder. Als Schutz vor Allergien wird empfohlen, Kinder möglichst lange zu stillen und im ersten Jahr unbedingt auf jegliche Kuhmilchprodukte zu verzichten.

Muttermilch fördert zudem aufs Beste die Entwicklung des kleinkindlichen Gehirns, ist  einfach immer und überall, frisch und richtig temperiert verfügbar.

nach oben

Ist Kuhmilch ein Muntermacher?

Die Voraussetzung für eine gesunde Ernährung ist die Zufuhr lebensnotwendiger Stoffe in ausreichender Menge und Kombination. Hier gilt: Je naturbelassener unsere Nahrung ist, desto vollwertiger und gesünder ist sie. Die Versorgung mit echten Lebens-mitteln jedoch kann am besten über pflanzliche Nahrungsmittel sicher gestellt werden. Der Konsum von Milchprodukten einer anderen Art ist dagegen mit vielfältigen Gesundheitsrisiken verbunden:

  • Allergische Reaktionen, ausgelöst durch das artfremde Eiweiß (Neurodermitis, häufige Infekte, Ohren- und Mandelentzündungen, Asthma, Polypen, Schuppenflechte). Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kinder.

  • Akne und Pickel treten häufig bei Jugendlichen auf. Nach der Hormonumstellung in der Pubertät kann der Körper allergisch auf tierische Eiweiße reagieren, die er zuvor vertragen hat. Ein Übermaß an Zucker kann zudem die Hautprobleme verstärken.

  • Herz- und Kreislauferkrankungen in Folge von Eiweiß-, Kalzium- und Cholesterinablagerungen. Insbesondere Quark und Käse sind Eiweißkonzentrate. Käse enthält häufig auch sehr viel Fett.

  • Übergewicht ist ein zusätzlicher Risikofaktor für Herzinfarkte, Diabetes und Darmkrebs.

  • Osteoporose (Knochenschwund), Karies und Nierensteine treten besonders häufig in Ländern mit hohem Konsum tierischen Eiweißes auf (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte). Der Eiweißüberschuss bringt den pH-Wert des Organismus in den sauren Bereich. (Auch Kaffee, schwarzer Tee, Fabrikzucker, Getreide und Alkohol tragen u. a. zur Übersäuerung bei.) Die Neutralisation der Säuren erfolgt mit Hilfe von Basen, insbesondere durch Kalzium aus Knochen (Knochenschwund) und Zähnen (Karies). Milchprodukte liefern  viel Kalzium und Eiweiß. Das Kalzium reicht jedoch nicht aus, die Säuren zu neutralisieren, die bei der Verdauung des Eiweißes anfallen. Das heißt: Auch Milchprodukte entziehen dem Körper Kalzium! Die an Basen gebundenen Säuren werden zu einem Teil über die Nieren ausgeschieden. In den Nieren kann sich Kalzium auch zu Steinen verdichten.

  • Rheuma, Gicht und Nierenversagen als Folge von Harnsäureüberschuss durch eiweißreiche Kost.

  • Verstopfung durch Ballaststoffmangel, da Milchprodukte ebenso wie alle  anderen Tierprodukte keinerlei verdauungsfördernde Faserstoffe liefern. Die Darmpassage wird somit verzögert. Der Entstehung von Krampfadern, Hämorrhoiden und Darmkrebs wird ebenfalls Vorschub geleistet.

  • Krebs wird u. a. begünstigt durch übermäßigen Eiweiß- und Fettkonsum. Rückstände von Umweltgiften, Pestiziden und Medikamenten reichern sich zudem in tierischen Fetten an. Je länger die Nahrungskette ist, um so mehr steigt die Belastung des Körpers. Allein an Darmkrebs sterben beispielsweise  jährlich mehr als 50.000 Menschen.

nach oben

Wird die Milchwirtschaft dem Tierschutz gerecht?

Alle Säugetiere sind intelligent und empfindsam. Menschen wie Tiere haben in vielen Bereichen ähnliche Grundbedürfnisse. Die heute übliche Massentierhaltung ist jedoch besonders ungeeignet, diese Grundbedürfnisse zu befriedigen. Die Liste der Methoden, die auch in der heutigen Milchwirtschaft angewendet werden, liest sich wie die Inventarliste eines Gruselkabinetts:

Ganzjährige Stallhaltung aus wirtschaftlichen Gründen; Trennung von Muttertieren und Nachwuchs nach wenigen Stunden; künstliche Befruchtung; Einsatz von Medikamenten, Spaltenböden und Elektroschocks („Kuhtrainer“); Kälberboxen, die nicht einmal ein Umdrehen ermöglichen; Milchaustauscher mit Schlachtfettanteilen zur Versorgung der Kälber (statt artgerechter Kuhmilch); Schlachtung bei zurück gehender Milchleistung – lange vor dem Erreichen der natürlichen Lebenserwartung  von 12 bis 18 Jahren ...

nach oben

Ist unser Handeln ethisch vertretbar?

Wo sind die Grenzen des menschlichen Handelns? Darf der Mensch alles tun, was ihm Nutzen bringt?

Es ist eine Tatsache, dass heute die Milch- und die Fleischwirtschaft untrennbar miteinander verflochten sind:

Eine Kuh, die nicht gekalbt hat, gibt auch keine Milch. Um die hohe Milchleistung zu erhalten, müssen „Milchkühe“ jedes Jahr ein Kalb austragen!

Im Alter von ca. 5 Jahren nimmt der Milchfluss ab und die Kuh wird vom Schlachter getötet. Nur ein weibliches Kalb wird aufgezogen, um das Muttertier zu ersetzen. Die anderen enden zwecks Labgewinnung für die Käseherstellung nach kurzer Zeit oder nach längerer Mastzeit wie Mutter Kuh. Zur Vermeidung eines Überangebotes werden  viele Kälber sofort nach der Geburt getötet.

nach oben

Leiden Umwelt und Klima unter der Milchwirtschaft?

Weitere Auswirkungen der Tierhaltung und der damit verbundenen Erzeugung von Futtermitteln sind der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, die Umwandlung von Regenwald und hiesigen Wäldern in Weide- und Ackerflächen, der enorme Verbrauch von Wasser und die Ausbringung von Gülle mit der Folge von Waldsterben und Umweltzerstörung.

Zu einem Großteil werden diese Umweltbelastungen von Betrieben der Milchwirtschaft mitverursacht.

Pflanzlich zu essen schützt Tiere, Umwelt und die eigene Gesundheit!

nach oben

Hat unser Kuhmilchkonsum Auswirkungen auf den Hunger in der Welt?         

Die Futtermittel werden oftmals aus Ländern importiert, in denen Armut und Hunger herrschen:

"Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen."

Außerdem sind im Durchschnitt sieben pflanzliche Kalorien über den Umweg der Futtermittel aufzubringen, um eine tierische Kalorie zu erzeugen. Eine pflanzliche Kost  ernährt viel mehr Menschen mit weniger Ackerflächen.

nach oben

Was koche ich, was esse ich?

Vegan essen: Vollwertig und lecker!                                

Wer sich vegetarisch ernährt und außerdem auch Eier, Honig und Milchprodukte weglässt, der lebt rein vegetarisch oder „vegan“. Viele vegane Rezepte sind vollwertig, einfach zuzubereiten und schmecken sehr lecker. Auch vegan können Sie in variantenreicher Vielfalt essen. Eine große Auswahl an Obst und Gemüse ist ganzjährig erhältlich. Statt mit Käse können Sie Ihr Brot mit pflanzlichen Aufstrichen genießen, die es auch schon im Supermarkt gibt. Schön frisch schmecken Tomaten- und Gurkenscheiben auf Brot, oder Scheiben reifer Avocados mit einer Prise Salz. Und wer es süßer mag, kann das Brot ja mal mit Bananenscheiben und etwas Zimt probieren. Daneben wächst die Auswahl an pflanzlichem „Aufschnitt“ auf  Soja- oder Weizenbasis. (Tipp: Wheaty geräuchert von Topas) Tierische Zutaten in herkömmlichen Rezepten können Sie meistens durch pflanzliche Produkte ersetzen. Mit Seitan können Sie ein vorzügliches Gulasch zubereiten. Das Müsli schmeckt ebenso gut mit Sojamilch, der Schokopudding auch. Eier lassen sich beim Backen durch Maismehl, Sojamehl oder Ei-Ersatz (Reformhaus) austauschen. Sahne und Saure Sahne werden von verschiedenen Soja-Cremes abgelöst (sogar im Kaffee). Und der Soja-Joghurt ist mindestens so lecker wie der Milch-Joghurt. Was Sie nicht im Supermarkt finden erhalten Sie in Naturkostläden, Reformhäusern oder bei veganen Versandhändlern.

Gesundheitlich ist das „Ersetzen“ der Milchprodukte allerdings nicht erforderlich, denn  die Milchprodukte sind für unsere Ernährung nicht nur überflüssig, sondern schädlich.  

nach oben

Worauf kommt es an?

Die Grundlage bildet viel frisches Obst und Gemüse der Jahreszeit, vorzugsweise als Rohkost und aus kontrolliert biologischem Anbau.


                                      
"Lasst eure Nahrung so natürlich wie möglich!"
                                             (Prof. Dr. med. Werner Kollath, 1892 – 1970) 

                                           

Ergänzend kommen Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte, auch als Keimlinge, sowie Nüsse, Samen und Sprossen, Kräuter und Wildkräuter, sowie z.B. frisches Sauerkraut als Vitamin B12-Lieferant hinzu. Eine rohkostbetonte, rein pflanzliche Ernährung versorgt Sie u.a. mit hochwertigem nativen Eiweiß und den lebensnotwendigen Vitalstoffen. Sie macht fit und hält gesund, besonders in Kombination mit viel Bewegung.

„Vitamin- und Mineralstoffräuber“ wie Kaffee, Fabrikzucker, weißen Reis und  Weißmehl sollten Sie (sowieso) meiden. 

nach oben

Eine Umstellung braucht Zeit!

Setzen Sie sich realistische Ziele! Mit der veganen Ernährung kann zunächst im privaten Bereich begonnen werden. Ihr persönliches Wohlfühl-Tempo ist wichtig für eine erfolgreiche Umstellung.


Herausgeber:

Hier geht`s zur Startseite!  

VEGETARISCHE INITIATIVE e.V.
 
Postfach 1136
21383 Amelinghausen
Fax: 040 57148455
Internet: www.vegetarische-initiative.de 
E-Mail: info@vegetarische-initiative.de  

Faltblätter und unser sonstiges Material (Broschüren, Postkarten, Poster, Becher etc.) können Sie mit unserem Bestellschein anfordern.

               


      Startseite | zurück | nach oben | E-Mail

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an unsere Webdesignerin. © Copyright 2005 VEGETARISCHE INITIATIVE e.V. Alle Rechte vorbehalten.