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Inhalt des
Faltblattes:
Rohkost – Urnahrung des Menschen!
Alle
Lebewesen auf der gesamten Erde ernährten sich seit Anbeginn der
Welt von artgerechter natürlicher Nahrung, d. h. von Rohkost. Nur
der Mensch mit seinen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Tieren,
wie z. B. Hund und Katze, ernährt sich inzwischen hauptsächlich
von hitzebehandelter bzw. industriell hergestellter, erhitzter
Nahrung. Der Gesundheitswert der Nahrung ist dadurch erheblich
vermindert. Hinzu kommt eine Wertminderung durch die zunehmende
Verarbeitung sowie die Schadstoff- und Chemiebelastung der
Nahrungsmittel. Im Hinblick auf die Ernährung brachten vor allem
die letzten 100 Jahre umwälzende Veränderungen wie nie zuvor mit
sich - in einer minimalen Zeitspanne im Verhältnis zur gesamten
Entwicklungsgeschichte des Menschen! Wurden beispielsweise um 1900
noch ca. 100 g Ballaststoffe täglich mit der Nahrung aufgenommen,
liegt der Ballaststoffanteil inzwischen bei 10 -15 g. Genetisch ist
unser Organismus auf die heutige denaturierte (verarbeitete u.
erhitzte) Zivilisationskost nicht angepasst. Das beweisen allein
schon die steigenden Krankenkosten!
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Wir essen uns krank!
Wir essen zu süß,
zu fett, zu salzig, zu viel, zu schnell, zu tiereiweißreich, zu
ballaststoffarm und ... zu wenig Rohkost!
Jede Hitzbehandlung, ob Kochen, Braten, Backen oder Frittieren,
mindert den physiologischen Wert der Nahrung. Bei Temperaturen über
42 °C werden bereits die Enzyme, die „Zündkerzen“ des
Stoffwechsels, zerstört. Beim Kochen von Lebensmitteln werden sogar
über 85 % des Nährwertes zerstört. Der Verlust von
hitzeempfindlichen Vitaminen und Aromastoffen ist ebenfalls
erheblich. Ballaststoffe (Faserstoffe), die nur in Pflanzen
vorkommen, können durch Erhitzen 80 % ihrer Wirkung verlieren. Die
in roher Nahrung vorhandenen lebensnotwendigen organisch gebundenen
Mineralien werden durch
den Erhitzungsprozess anorganisch und damit unverwertbar. Aus natürlichen
Lebensmitteln (= Mittel zum Leben) werden also
„Füllmittel“!
Eine überwiegend
hitzebehandelte Nahrung reicht zur Gesunderhaltung nicht aus! Sie
ist zudem auf der Basis von Getreide und fett- und eiweißreichen
Tier- und Milchprodukten eine äußerst vitalstoffarme einseitige
Kost. Hinzu kommt, dass vor allem Getreide und alle Tierprodukte
unseren Körper stark übersäuern und verschlacken. Das Säure-Basen-Gleichgewicht
wird gestört. Durch den heute üblichen Überkonsum säureüberschüssiger
bzw. säurebildender erhitzter Nahrung (Tier- und Milchprodukte,
Getreide, Zucker, Kaffee, Schwarzer Tee, gekaufte Säfte,
Soft-Drinks, Alkohol ..) werden dem Körper sogar noch basische
Mineralien, u. a. Kalzium, Kalium und Magnesium, entzogen!
Stoffwechselentgleisungen und zahlreiche Zivilisationskrankheiten
wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Rheuma, Arthrose, Osteoporose
Allergien,
Diabetes, Übergewicht, Nierensteine und
Karies und sind u.a. die Folge. Das Aufpeppen der
Nahrung mit Salz, Gewürzen, Geschmacksverstärkern und anderen künstlichen
Zusatzstoffen bringt die ursprüngliche Vollwertigkeit der Lebensmittel
nicht zurück!
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Rohkost = Powerkost!
Für eine gesunde Ernährung benötigen
wir reines Wasser sowie Nähr- und Vitalstoffe in ausreichender Menge
und Kombination. Hier gilt:
Je
naturbelassener unsere Nahrung ist, desto vollwertiger und gesünder
ist sie.
Pflanzen, Früchte, Nüsse, Samen, Keimlinge
und Sprossen liefern uns als Rohkost verzehrt noch alle lebensnotwendigen
und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe in natürlichem Verbund und
versorgen uns mit geballter Sonnenenergie. Sie sind noch echte
Lebensmittel. Insbesondere die chlorophyll-* und vitalstoffreichen
Wildkräuter, die selbst den ökologisch angebauten Kulturpflanzen
weit überlegen sind, sind Rohkost erster Güte!
*Der
grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll ist eines der besten Mittel
zur Blutbildung
und -reinigung bzw. zur Immunstärkung.
Der hohe
Anteil aktiver Ballaststoffe in roher Nahrung verkürzt die
Darmpassage, bindet Schadstoffe und trägt zur Senkung des Zucker-
und Cholesterinspiegels bei. Der Basenreichtum neutralisiert Säuren
und hält Blut und Lymphe flüssig. Auf Grund ihrer Nähr- und
Vitalstoffdichte - Sie werden mit viel weniger Nahrung satt sein -
macht die pflanzliche Frischkost schlank, fit und gesund,
insbesondere mit viel Bewegung an frischer Luft. Mit einer reinen,
d. h. 100%
igen Rohkosternährung sind sportliche Höchstleistungen
wie Marathon sogar leichter zu bewältigen.
"Das
ärgert die Weisen dieser Welt, alles Große ist einfach!"
Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832
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Was bringt eine Ernährungsumstellung?
- Verbesserung
von Wohlbefinden, Fitness und Gesundheit
- Stärkung des
Immunsystems / Heilung von Allergien
- Entlastung der
Verdauungsorgane / besserer Stuhlgang
- Abnehmen ohne
zu hungern
- Schutz vor ernährungsabhängigen
Krankheiten wie Bluthochdruck, Krebs, Rheuma, Gicht,
Diabetes u. v. m.
- Heißhunger, Überessen
und Völlegefühl verschwinden
- Befreiung
von Herd und Kalorientabellen...
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Woher bekomme ich mein Eiweiß?
Die meisten
Pflanzen haben, mit Ausnahme von Nüssen und Samen, einen Eiweißanteil
von ca. 2 %, ebenso wie die menschliche Muttermilch. Dieser relativ
geringe Eiweißanteil reicht selbst in der größten Wachstumsphase
des Menschen aus. Ein Säugling verdoppelt sein Gewicht innerhalb
weniger Monate ausschließlich mit Muttermilch! Die
Deckung des Eiweißbedarfs - er ist bei Menschen, die zu einem großen
Teil roh essen, und bei reinen Rohköstlern
niedriger als landläufig angenommen - ist also in jedem Fall gesichert.
Außerdem führen Sie durch Rohkost hochwertiges natives (d. h.
unerhitztes) Eiweiß zu. In Gurken, Bananen, Avocados, Nüssen,
Sonnenblumenkernen, Mungbohnen-, Kichererbsenkeimlingen sind z. B.
alle essenziellen Aminosäuren enthalten. Ein Gesundheitsproblem
liegt heute bei uns nicht in der niedrigeren Eiweißversorgung,
sondern im Überkonsum von denaturiertem tierischen
Eiweiß!
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Wie decke ich meinen Kalziumbedarf?
Vitamin- und
Mineralstofftabellen machen keinen Unterschied zwischen erhitzter
toter Nahrung und natürlicher lebendiger Rohkost. Ebenso wenig wird
unterschieden zwischen lebensnotwendigen organischen und unlöslichen
anorganischen Mineralien, die sich in Blutbahnen
(Arterienverkalkung), in Gelenken und im Gewebe ablagern oder sich
zu Steinen verdichten können. Mit unerhitzten Lebensmitteln
versorgen Sie Ihren Körper bestmöglich mit hochwertigen
organischen Mineralien, die der Körper verwerten kann. Ihr
Mineralstoffbedarf ist dadurch verringert!
Reich an organischem Kalzium sind insbesondere
Wildkräuter, alle Grünblattpflanzen und Sprossen (Sie liefern
u. a. auch reichlich Eisen!), gemahlener Sesam, Datteln, Feigen
und Mandeln. Ihre Versorgung mit Kalzium und anderen organischen
Mineralien ist bei einem hohen Rohkostanteil also bestens gesichert.
Bei einer bewussten Lebensweise werden Sie außerdem Vitamin- und
Mineralstoffräuber wie Zucker, Weißmehl oder Kaffee meiden.
Was meinen Sie, woher bekommen Elefanten ihr Kalzium,
Eiweiß oder Vitamin B12?
(Sie
essen nur Rohkost!)
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Was bringt’s den Tieren und der Umwelt?
Je höher Ihr
Rohkostanteil in Ihrer Ernährung ist, desto weniger beteiligen Sie
sich an der Wasser- und Energieverschwendung durch Landwirtschaft
und Nahrungsmittelindustrie. Für die Erzeugung eines Rindersteaks -
vom Futter für das Rind bis zum Teller - werden etwa 20.000 Liter
Wasser benötigt, dagegen nur 100 Liter für eine entsprechende
Menge Kartoffeln! Bei einem verringerten Konsum von Tierprodukten
sind Sie auch weniger an der Tierquälerei und der Umweltzerstörung
(z. B. Nitrat im Grundwasser - Gülle - Bodenversauerung -
Waldsterben) beteiligt. Sie benötigen auch weniger Spül- und
Putzmittel und produzieren weniger Müll. Ebenso reduziert sich der
Stromverbrauch.
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Hat der höhere Rohkostanteil Auswirkungen auf den Hunger in der
Welt?
Tierfuttermittel werden oft aus Ländern importiert,
in denen Armut und Hunger herrschen:
Das
Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen!
In Deutschland und den anderen
Industriestaaten werden außerdem ca. zwei Drittel der jährlichen
Getreideernte an Tiere verfüttert. Für die Erzeugung von 1 kg Rindfleisch
z. B. werden 10 kg Getreide benötigt. Für die Fleischmenge von einem
Hamburger müssen fast 700 g Weizen verfüttert werden. Daraus könnte
man ein Vollkornbrot von über einem Kilo backen. Gekeimt als Sprossen
würde man sogar die 3-4fache Nahrungsmenge erhalten! Mit einer pflanzlichen,
rohkostbetonten Ernährung bzw. einer reinen Rohkosternährung können
also sehr viel mehr Menschen bestens ernährt werden!
Rohköstlich
essen schützt die eigene Gesundheit, die Tiere und die Erde!
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Und so einfach geht’s!
Wählen Sie aus, was Ihnen schmeckt
und bekommt. Sie werden erstaunt sein, wie groß die Vielfalt an
pflanzlichen Lebensmitteln ist, die roh verzehrt lecker schmecken!
Die Grundlage bildet selbstverständlich frisches reifes Obst, auch
Trockenobst, frische Grünblattsalate und Gemüse der Jahreszeit,
am besten natürlich aus wenig belastetem, kontrolliert biologischem
Anbau. Des Weiteren empfehlen sich
frische Kräuter und Wildkräuter, selbst gezogene Sprossen
und Keimlinge*, Samen, Nüsse, Mandeln, Avocados und in Maßen frisches
Sauerkraut und Oliven.
*Durch
den Keimprozess werden Säuren abgebaut und der Gehalt an Vitaminen,
Mineralstoffen, Enzymen nimmt um ein Vielfaches zu!
Sie können auch
rohköstliche Dips, Dressings, Suppen, Müsliriegel, Brot, Kuchen,
Konfekt und Eis herstellen (siehe Rezeptbücher). Essig, Salz und
scharfe Gewürze sollten Sie sparsam verwenden. Gründliches Kauen
garantiert eine optimale Ausnutzung der Lebensmittel.
"Lasst eure Nahrung
so natürlich wie möglich!"
Prof. Dr. med. Werner Kollath, Arzt und Ernährungsforscher,
1892 - 1970
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Wie fange ich an?
Am besten ist es,
wenn Sie sich nach und nach über Wochen oder mehrere Monate
umstellen, indem Sie den täglichen Rohkostanteil langsam erhöhen.
Ihr persönliches Wohlfühltempo ist hierbei wichtig. Auf jeden Fall
sollten Sie die enzymreiche, leichter verdauliche Rohkost stets vor
der erhitzten Nahrung verzehren. Obst ist am besten allein und auf
leeren Magen verträglich. Wenn Sie zu stark entschlacken oder nicht
weiter abnehmen wollen, erhöhen Sie den Gemüse- bzw. Fettanteil.
Vor der Umstellung auf reine Rohkost empfiehlt es sich, einige Tage
unter Anleitung zu fasten, da die natürliche Nahrung eine starke
Reinigungs- und Heilkraft hat. Sie wirkt entschlackend, entgiftend,
entsäuernd. Ähnlich wie bei der Nikotin- oder Alkoholentwöhnung können
vorübergehende Reinigungsreaktionen
auftreten. In Rohkostgesprächskreisen und -foren werden Sie
wertvolle Hilfestellung erfahren (siehe
Zeitschriften und Websites).
Etwas, das man in seiner ursprünglichen Form nicht essen kann, soll
man nicht essen.
(Mahatma Gandhi, 1869 - 1948)
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Wo kann ich mich informieren?
-
Fit für’s Leben
(mit Rezeptteil), Harvey
u. Marilyn Diamond
-
Täglich
frische Salate erhalten Ihre Gesundheit (mit Rezeptteil),
Dr. Norman W. Walker
-
Rohkost - die lebendige Nahrung
(Rezeptbuch),
Urs Hochstrasser
-
RohKöstlich
(Rezeptbuch), Nelly Reinle-Carayon
-
Rohköstliches
– Gesund durchs Leben mit Rohkost und Wildkräutern, Dr.
Christine Volm
-
Willst
Du gesund sein? Vergiss den Kochtopf!,
Helmut
Wandmaker
-
Wir fressen uns zu Tode,
Dr. Galina Schatalova
-
Die Sonnen-Diät, David
Wolfe
-
Natürlich leben, Rohkostzeitschrift des Bundes
für Gesundheit
e.V., www.bfgev.de
-
Wandmaker
aktuell,
Rohkostzeitschrift der Fördergemeinschaft
„Natürliche
Lebensweise“ Deutschlands, www.helmutwandmaker.de
-
www.roh-essen.de
-
www.germanygoesraw.de
-
www.rohkost-rezepte.com
-
www.urkostmitbrigitte.de
-
www.heilkost.de
-
www.rohkostfreunde.de
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Herausgeberin:

VEGETARISCHE
INITIATIVE e.V.
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